Die Tagesschau berichtet über Befürchtungen, dass das neue Wahlrecht in Baden-Württemberg zu einem stark wachsenden Landtag führen könnte- mit möglichen Mehrkosten in Millionenhöhe.
Vergrößerung durch Stimmensplitting
Der Landtag hat eine Mindestgröße von 120 Abgeordnete. Im Moment sind es 154. Durch Stimmensplittung – also mit Erst- und Zweitstimme unterschiedliche Parteien unterstützen – könnte das Parlament deutlich größer werden. Experten kalkulierten, dass Wähler der FDÜ, aber auch anderer Parteien, wenn die AfD stark ist, mit der Erststimme CDU wählen. Gewinnt die CDU mehr Wahlkreise als ihnen per Zweitstimme zustehen, könnte es zu Überhangmandaten kommen.
Rechnungen hoch spekulativ
Allerdings sind diese Brechungen spekulativ. Nach den aktuellen Umfragen ist unklar, ob es die FDP ins Parlament schafft, außerdem ist unklar, wie viele Menschen tatsächlich ihre Stimmen splitten. Folglich ist auch noch nicht klar, wie hoch die Mehrkosten sind. Der Plenarsaal sol nicht verändert werden, allerdings müsste für die zusätzlichen Abgeordnete zusätzliche Mitarbeiter und Büros organisiert und bezahlt werden.